Potenzial dynamischer Stromtarife in Verbindung mit Lastverschiebung

Autor: Dr.-Ing. Marius Möller | Veröffentlicht: 16.06.2026

Einleitung

Dynamische Stromtarife werden in Deutschland vom Nischenthema zum praktischen Werkzeug der Energiewende. Während klassische Stromverträge einen festen Arbeitspreis über Monate oder Jahre vorgeben, koppeln dynamische Tarife den Arbeitspreis an kurzfristige Großhandelspreise. Dadurch können Haushalte ihren Stromverbrauch gezielt in günstige Stunden verschieben und teure Zeitfenster meiden. Besonders interessant wird das für Haushalte, die nicht nur Strom verbrauchen, sondern ihr Energiesystem aktiv steuern können – etwa mit Wärmepumpe, Elektroauto, Batteriespeicher und Photovoltaikanlage.

Genau hier setzt das Konzept der Lastverschiebung an. Gemeint ist die bewusste zeitliche Verlagerung flexibler Stromverbräuche, ohne den eigentlichen Nutzen zu verlieren. Ein Elektroauto muss nicht sofort beim Einstecken laden, sondern bis zur Abfahrt. Eine Wärmepumpe kann Wärme in den Gebäudemassen oder im Pufferspeicher vorhalten. Ein Batteriespeicher kann Strom zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufnehmen oder abgeben. Und eine PV-Anlage verändert – je nach Ausrichtung und Neigung – das verfügbare Erzeugungsprofil im Tagesverlauf.

Die zentrale Frage lautet deshalb nicht nur, ob dynamische Stromtarife billiger sind, sondern unter welchen Bedingungen sie einen echten wirtschaftlichen Vorteil bringen. Dieser Beitrag erklärt die technischen Voraussetzungen, die Zusammensetzung des Strompreises und wie Sie für sich bestimmen können, ob sich ein dynamischer Stromtarif für Sie lohnt. Außerdem wird der praktische Nutzen eines dynamischen Stromtarifs in Verbindung mit Lastverschiebung anhand verschiedener Szenarien wie PV-Anlagen-Ausrichtungen und den Einfluss eines Batteriespeichers aufgezeigt.

Was dynamische Tarife anders machen

Bei einem dynamischen Stromtarif orientiert sich der Arbeitspreis am Börsenstrompreis. Wer Strom dann nutzt, wenn er günstig ist, kann Kosten senken. Wer dagegen vor allem in Hochpreisstunden Strom verbraucht, zahlt unter Umständen mehr als in einem guten Festpreistarif.

Dabei ist zu beachten, dass nicht der gesamte Strompreis variabel ist. Die Preisschwankungen betreffen im Wesentlichen den energiebasierten Anteil. Zusätzlich fallen weiterhin feste Kosten an, insbesondere der Grundpreis, Netzentgelte, Steuern, Abgaben sowie gegebenenfalls Kosten für Messung und Steuerung. Der zu zahlende Gesamtstrompreis lässt sich anhand der folgenden Formel berechnen:

 

(kFestpreisanteil + kBörsenstrompreis) · (1 + pMwSt) = (20 ct/kWh + 5,26 ct/kWh) · (1 + 0,19) = 30,59 ct/kWh

 

Der Festpreisanteil kFestpreisanteil setzt sich aktuell in etwa wie folgt zusammen:

·        Netzentgelte: ca. 9,3 ct/kWh

·        Abgaben und Umlagen: ca. 6,7 ct/kWh

·        Vertrieb und Marge des Anbieters: ca. 4 ct/kWh

    = Summe Festpreisanteil: ca. 20 ct/kWh

 

kBörsenstrompreis stellt den variablen Anteil in Form des Börsenstrompreises dar. In Abbildung 1 ist dazu der Börsenstrompreis aus dem Jahr 2025 nach Preisniveaus in Form der Häufigkeit in Stunden abgebildet. Auf den Festpreisanteil und den Börsenstrompreis werden zusätzlich die Mehrwertsteuer pMwSt erhoben.

Abbildung 1. Histogramm zum Börsenstrompreis 2025.

Wann lohnen sich dynamische Stromtarife besonders?

Dynamische Stromtarife sind insbesondere für Haushalte mit hohem und zeitlich verschiebbarem Stromverbrauch interessant. Ihr größtes Potenzial entfalten sie in Kombination mit Automatisierung und einem intelligenten Energiemanagement, da sich Verbrauch gezielt in günstige Zeiträume verlagern lässt. Der Börsenstrompreis ist typischerweise in Stunden mit hoher erneuerbarer Stromerzeugung oder geringer Stromnachfrage niedrig. Besonders sinnvoll ist die Lastverschiebung in folgenden Situationen:

·        Tageszeitlich: bei verschiebbaren Verbrauchern wie Warmwasserbereitung, Raumheizung, Elektroauto-Laden oder Batteriespeicher-Aufladung in günstigen Stunden.

·        Saisonal: in Übergangszeiten und in Phasen hoher Wind- oder Solarproduktion, wenn Preisschwankungen häufiger günstige Zeitfenster schaffen.

·        Systemisch: wenn mehrere flexible Komponenten gemeinsam optimiert werden, etwa PV-Anlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Wallbox.

Für Haushalte ergeben sich die größten Einsparpotenziale, wenn der Stromverbrauch in Zeitpunkte mit PV-Überschuss der eigenen PV-Anlage verschoben werden kann. Weniger attraktiv sind dynamische Stromtarife dagegen, wenn im Haushalt nur geringe Flexibilität vorhanden ist. Haushalte mit niedrigem Jahresverbrauch sowie ohne Wärmepumpe, Elektroauto oder Automatisierung können günstige Preisphasen oft nur eingeschränkt nutzen. Für diese Haushalte sind Festpreistarife oder einfache Zeitfenstertarife häufig die planbarere Lösung.

Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit: Vergleich von Süd- und Ost/West-Ausrichtung

Im Folgenden wird ein Anwendungsfall mit den folgenden jährlichen Strombedarfen betrachtet:

  • 3.500 kWh Haushaltsstrombedarf
  • 4.000 kWh Strombedarf der Wärmepumpe für die Raumheizung
  • 1.000 kWh Strombedarf der Wärmepumpe für die Warmwasserbereitung
  • 2.000 kWh Strombedarf zum Laden des Elektroautos

Für eine PV-Anlage mit 8 kWp Nennleistung, Südausrichtung, einer Modulneigung von 36° und einem Standort in Mitteldeutschland können rund 27 % des jährlichen Strombedarfs direkt durch die PV-Anlage gedeckt werden. In Kombination mit einem Batteriespeicher mit 10 kWh Kapazität steigt dieser Anteil auf etwa 43 %. Bei spezifischen Anschaffungskosten von 1.125 €/kWp für die PV-Anlage sowie 505 €/kWh für den Batteriespeicher ergibt sich eine Amortisationsdauer von 11,9 Jahren. Dabei wurde eine Einspeiserestriktion berücksichtigt, nach der bei negativen Börsenstrompreisen im Referenzjahr 2025 keine Vergütung für eingespeisten Strom erfolgt. Unter dieser Annahme ergibt sich eine jährliche Einspeisevergütung von 219 €. Ohne diese Restriktion, also bei uneingeschränkter Vergütung der eingespeisten Strommenge, würde die jährliche Einspeisevergütung 333 € betragen. Bei einer alternativen Annahme, nach der die Einspeiseleistung auf 60 % der Nennleistung begrenzt ist, läge die Einspeisevergütung bei 308 € pro Jahr.

Bei einer Ost-West-ausgerichteten PV-Anlage mit jeweils 4 kWp installierter Leistung in Ost- und Westausrichtung können dagegen etwa 25 % des jährlichen Strombedarfs direkt durch die PV-Anlage bereitgestellt werden. In Verbindung mit einem Batteriespeicher mit 10 kWh Kapazität erhöht sich dieser Anteil auf rund 38 %. Die Amortisationsdauer beträgt in diesem Fall 12,8 Jahre. Unter Berücksichtigung einer Nullvergütung bei negativen Börsenstrompreisen im ergibt sich eine jährliche Einspeisevergütung von 163 €. Bei vollständiger Vergütung der eingespeisten Strommenge würde die Einspeisevergütung 240 € pro Jahr betragen. Bei einer Ost-West-ausgerichteten PV-Anlage hat eine Begrenzung der Einspeiseleistung auf 60 % der Nennleistung nur einen geringen Einfluss auf die Einspeisevergütung, die hier bei 235 € pro Jahr liegen würde.

Das Diagramm in Abbildung 2 zeigt außerdem, dass bei einer Ost-West-ausgerichteten PV-Anlage unter den hier angenommenen Energieverbrauchsprofilen und durchschnittlichen Anschaffungskosten die Wirtschaftlichkeit eines Batteriespeichers mit 7,5 kWh Kapazität geringfügig höher ist als die eines 10-kWh-Speichers.

(a)

(b)

Abbildung 2. Wirtschaftlichkeit eines Batteriespeichers bei Südausrichtung (a) und bei Ost/West-Ausrichtung (b).

In Abbildung 3a und 3b ist jeweils ein Jahreschart zu den Strombedarfsanteilen nach Verbraucher bei einer Südausrichtung und bei einer Ost/West-Ausrichtung abgebildet. An diesen Abbildungen sehen Sie, wie sich verschiedene Verbräuche (z.B. Haushaltsstrombedarf, Wärmebedarf) und die PV-Stromeinspeisung sowie die Batteriespeicher-Nutzung saisonal verteilen. In Abbildung 3c und 3d ist jeweils ein Jahreschart zu den Deckungsanteilen nach Versorger bei einer Südausrichtung und bei einer Ost/West-Ausrichtung abgebildet. Diese Abbildungen zeigen, dass der Haushalt in den Sommermonaten weitgehend autark über PV-Anlage und Batteriespeicher versorgt werden kann, in den Wintermonate der Strombedarf über das öffentliche Stromnetz stark zunimmt.

Südausrichtung

Ost/West-Ausrichtung

(a)

(b)

(c)

(d)

Abbildung 3. Jahreschart zu den Strombedarfsanteilen nach Verbraucher bei einer Südausrichtung (a) und einer Ost/West-Ausrichtung (b) sowie ein Jahreschart zu den Deckungsanteilen nach Versorger bei einer Südausrichtung (c) und einer Ost/West-Ausrichtung (d).

Wie funktioniert Lastverschiebung?

Abbildung 4 veranschaulicht, wie sich der Strombedarf für das Laden eines Elektroautos durch Lastverschiebung gezielt in Zeiträume mit PV-Stromüberschuss verlagern lässt. Dabei wird die Ladeleistung innerhalb eines maximalen Verschiebefensters von sechs Stunden nach Möglichkeit an den verfügbaren PV-Ertrag angepasst. In Diagramm 4a ist der tatsächliche, verschobene Lastverlauf dargestellt. Die Bereiche, in denen die rote Kurve von der blauen Kurve des normalen Haushaltsstrombedarfs abweicht, stellen den zusätzlichen Ladestrom des Elektroautos dar. Dieser wird so gesteuert, dass er sich möglichst an die PV-Stromerzeugung anpasst, die durch die gelbe Kurve dargestellt ist. Das Diagramm 4b zeigt zum Vergleich den Ladeverlauf ohne Lastverschiebung, bei dem das Elektroauto unmittelbar mit voller Leistung von 11 kW an der Wallbox geladen wird. Der börsenstrompreisabhängige Arbeitspreis auf Basis eines dynamischen Stromtarifs ist im unteren Diagramm 4c dargestellt.

Am ersten Tag erfolgt der Ladevorgang weitgehend entsprechend der PV-Stromerzeugung. Auch am zweiten Tag wird die Ladung vorrangig an den PV-Ertrag angepasst. Da das Elektroauto jedoch spätestens nach sechs Stunden vollständig geladen sein muss, kann der gesamte Energiebedarf in diesem Fall nicht ausschließlich durch PV-Strom gedeckt werden. Der verbleibende Ladebedarf wird deshalb in Zeiträume mit besonders niedrigen Börsenstrompreisen verschoben. Im dargestellten Beispiel liegen diese Zeitpunkte zu Beginn des Ladefensters.

Abbildung 4. Prinzip der Lastverschiebung bei einem Elektroauto. (a) PV-Erzeugung, Haushaltslast sowie verschobener und an die PV-Erzeugung und den Börsenstrompreis angepasster Ladevorgang eines Elektroautos. (b) Vorgesehener Ladeverlauf des Elektroautos ohne Lastverschiebung. (c) Dynamischer Stromtarif mit variablem Börsenstrompreis.

Welchen Nutzen hat Lastverschiebung mit und ohne Batteriespeicher?

Das Potential zur Lastverschiebung ist insbesondere dann hoch, wenn flexible Verbraucher wie Wärmepumpe, Elektro oder Warmwasserbereitung gezielt in diese Erzeugungsphase verlagert werden können. Grundsätzlich zeigt sich, dass der Zusatznutzen bei bereits vorhandenem Batteriespeicher etwas geringer ausfällt, da der Speicher selbst bereits eine zeitliche Flexibilität der Energienutzung ermöglicht. Die Lastverschiebung führt in diesem Fall vor allem zu einer effizienteren Direktnutzung des erzeugten PV-Stroms, weil mehr Solarstrom unmittelbar verbraucht wird, anstatt ihn zunächst mit Umwandlungs- und Speicherverlusten zwischenzuspeichern.

Bei einer PV-Anlage mit Südausrichtung und Batteriespeicher (siehe Abbildung 5a) reduziert sich die Amortisationsdauer durch Lastverschiebung von 11,9 auf 11,5 Jahre, der verbleibende Netzbezug sinkt von 57,56 Prozent auf 55,6 Prozent und die Gesamtkosten über 30 Jahre verringern sich von 63.171 Euro auf 62.615 Euro. Zusätzlich steigt die erwartete Lebensdauer des Batteriespeichers von 16,3 auf 16,9 Jahre, was auf die verringerte Speicherbeanspruchung aufgrund einer höheren Direktnutzung des PV-Stroms zurückzuführen ist.

Bei einer PV-Anlage mit Südausrichtung ohne Batteriespeicher (siehe Abbildung 5b) zeigt sich ein besonders hohes Potential der Lastverschiebung. Da der erzeugte Solarstrom nicht zwischengespeichert werden kann, ist seine direkte Nutzung von besonderer Bedeutung. Durch die Verlagerung des Stromverbrauchs in Zeiten hoher PV-Erzeugung lässt sich der Eigenverbrauch steigern und der im Vergleich deutlich teurere Netzbezug reduzieren. Im betrachteten Szenario sinkt dadurch die Amortisationsdauer von 8,9 auf 8,2 Jahre, während sich der verbleibende Netzbezug von 73,3% auf 70% verringert.

Der tatsächliche Nutzen kann allerdings nicht pauschal von einem vorhandenen Batteriespeicher abgeleitet werden: Der Nutzen hängt sehr stark vom individuellen Energienutzungsverhalten, vom Gesamtverbrauch und den vorhandenen Verbrauchern ab. Haushalte mit Wärmepumpe, Elektroauto und steuerbaren Lasten profitieren in der Regel deutlich stärker als Haushalte mit geringem Verbrauch und kaum verschiebbaren Anwendungen.

(a)

(b)

Abbildung 5. Nutzen von Lastverschiebung bei Südausrichtung mit Batteriespeicher (a) und bei Südausrichtung ohne Batteriespeicher (b).

Welchen Nutzen haben dynamische Stromtarife?

Im Jahr 2025 lag der durchschnittliche Arbeitspreis eines dynamischen Stromtarifs bei einem angenommenen Festpreisanteil von 20 ct/kWh inklusive Mehrwertsteuer bei etwa 34 ct/kWh. Als Vergleichsgröße wurde ein Stromtarif mit konstantem Arbeitspreis von 35 ct/kWh angesetzt. Die folgende Tabelle stellt die verbleibenden Netzbezugskosten für eine PV-Anlage mit Südausrichtung und Batteriespeicher dar. Es zeigt sich, dass Lastverschiebung die Netzbezugskosten um rund 80 bis 90 Euro reduzieren kann. Gleichzeitig wird jedoch deutlich, dass in diesem Szenario die jährlichen Netzbezugskosten unter dem angenommenen dynamischen Tarif insgesamt geringfügig über denen eines Tarifs mit festem Arbeitspreis liegen.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass dies stark vom individuellen Energienutzungsverhalten und vom jeweiligen Strombedarf abhängt. Im betrachteten Szenario erfolgt das Laden des Elektroautos überwiegend in den Mittagsstunden. Dadurch profitiert das System stärker von Lastverschiebung als von einem dynamischen Stromtarif allein, da der Ladevorgang gezielt in Phasen hoher PV-Erzeugung verlagert werden kann. Erfolgt das Laden hingegen überwiegend in den Nachtstunden, kann insbesondere die Kombination aus Lastverschiebung und dynamischem Stromtarif vorteilhaft sein, da die Börsenstrompreise nachts häufig geringer ausfallen.

Netzbezugskosten im 1. Jahr

Ohne Lastverschiebung

Mit Lastverschiebung

Stromtarif mit festem Arbeitspreis

2113 €

2031 €

Mit dynamischen Stromtarif

2213 €

2123 €

 

Welches Equipment wird für dynamische Stromtarife und Lastverschiebung benötigt?

Die technische Mindestvoraussetzung ist ein intelligentes Messsystem. Darüber hinaus steigt der Nutzen deutlich, wenn ein intelligentes Energiemanagementsystem vorhanden ist, das Preissignale, Wetterdaten, PV-Prognosen und Gerätesteuerung zusammenführt. Folgende Komponenten werden für die Nutzung eines dynamischen Stromtarifs empfohlen bzw. vorausgesetzt:

·        Intelligentes Messsystem für die tarifgenaue Messung und Abrechnung

·        Energiemanagementsystem zur Automatisierung

·        Steuerbare Wallbox für intelligentes Laden

·        Steuerbare Wärmepumpe mit geeigneter Schnittstelle

·        Batteriespeicher mit Wechselrichter und Kommunikationsschnittstellen

·        PV-Wechselrichter mit Datenanbindung, möglichst offen für EMS-Integration

·        Internetanbindung zur Integration von Wetter- und Verbrauchsprognosen

Der Aufwand für die Integration hängt stark von den genutzten Geräten und Systemen ab. Systeme eines einzelnen Herstellers sind oft einfacher einzubinden als ein heterogener Mix aus Wallbox, Wärmepumpe, Batteriespeicher und Wechselrichter verschiedener Marken. In Bestandsgebäuden kann die größte Hürde weniger die Software sein als die fehlende Kommunikationsfähigkeit älterer Geräte oder notwendige Anpassungen im Zählerschrank.

Wie Sie Ihr Potential individuell bewerten können

Dynamische Stromtarife mit Lastverschiebung haben Potential – hängen aber stark vom eigenen Verbrauchsverhalten und den technischen Voraussetzungen ab. Besonders attraktiv sind sie für Haushalte mit hohem, steuerbarem Stromverbrauch, also vor allem mit Wärmepumpe, Elektroauto, Batteriespeicher und PV-Anlage.

Eine belastbare Bewertung des wirtschaftlichen Potentials ist nur auf Basis einer individuellen Analyse möglich. Verbrauchsprofil, Gebäudestandard, Ladeverhalten, Batteriespeichersteuerung und PV-Ausrichtung können die Wirtschaftlichkeit deutlich verändern. Gerade deshalb ist eine individuelle Simulation oft sinnvoller als eine pauschale Tarifempfehlung: Erst wenn reale Lastprofile und technische Randbedingungen gemeinsam betrachtet werden, lässt sich verlässlich beurteilen, ob und wann sich ein dynamischer Tarif, ein Batteriespeicher oder zusätzliche Lastverschiebung tatsächlich auszahlen.

Genau hier setzt eine individuelle Analyse von Entarkon Solutions an. Auf Grundlage der konkreten Verbrauchsdaten, der vorhandenen oder geplanten Anlagentechnik und der typischen Nutzungsgewohnheiten kann gezielt berechnet werden, wie hoch der Eigenverbrauch ausfällt, wie sich der Netzbezug entwickelt, welches Einsparpotential durch Lastverschiebung besteht und wie sich unterschiedliche Tarife und Steuerungsstrategien auf die Gesamtkosten auswirken. Nur durch eine solche einzelfallbezogene Berechnung lässt sich das wirtschaftliche Potential belastbar aufzeigen und eine Entscheidung treffen, die nicht auf pauschalen Annahmen, sondern auf den tatsächlichen Rahmenbedingungen des jeweiligen Haushalts basiert.

Die Wirtschaftlichkeitsanalyse von Entarkon Solutions umfasst unter anderem die Analyse von Finanzierung und Amortisationszeit, die Bewertung des Eigenverbrauchs, unterschiedliche Szenarien zur Einspeisevergütung, die Nutzung eines dynamischen Stromtarifs, das Potential von Lastverschiebung sowie die Kombination aus Bestands- und Neuanlagen. Durch diesen Ansatz werden nicht nur einzelne Komponenten isoliert betrachtet, sondern das gesamte Energiesystem in seinem Zusammenspiel ganzheitlich bewertet. Gerne unterstützen wir Sie auf dem Weg zu Ihrer nachhaltigen Energiesystemlösung.