Wärmebedarf und Warmwasserbedarf

Starten Sie gleich mit unserem Wärmebedarfsrechner oder informieren Sie sich hier zunächst über die Grundlagen!

Wärmebedarf anhand der Wohnfläche und des Energieausweises berechnen

Sofern Sie für Ihr Gebäude einen Energieausweis/Verbrauchsausweis besitzen, können Sie Ihren Wärmebedarf ganz leicht darüber berechnen. Dazu benötigen Sie lediglich die darauf befindliche Angabe zum „Endenergieverbrauch dieses Gebäudes“, die den Energiebedarf pro Quadratmeter und Jahr angibt. Diesen Wert multiplizieren Sie zunächst mit der Wohnfläche (in m²) Ihres Gebäudes. Zuletzt multiplizieren Sie diesen Wert noch mit einem Faktor für die Raumhöhe, für den typischerweise 1,2 angenommen wird. Für sehr hohe Decken nutzen Sie stattdessen den Faktor 1,3. Ihren Wärmebedarf können Sie damit anhand folgender Formel berechnen:

Endenergieverbrauch (in kWh/m²) x Faktor x Wohnfläche (in m²) = Wärmebedarf (in kWh)

Wärmebedarf anhand des Gasbedarfs berechnen

Sofern Sie bisher über eine Gasheizung verfügen, können Sie ganz einfach darüber Ihren Wärmebedarf berechnen. Dazu benötigen Sie lediglich Ihre letzte Gasrechnung. Hierinfindet sich meist schon der in kWh angegebene Wärmebedarf, den wir brauchen. Alternativ finden Sie Ihren gesamten letztjährigen Gasverbrauch in Kubikmetern (m³). Dazu sollten Sie auf Ihrer Gasrechnung den Brennwert und die Zustandszahl Ihres angelieferten Gases finden. Mit der Zustandszahl, die meist zwischen 0,9 und 0,98 liegt, wird der Einfluss der örtlichen Temperatur und des Luftdrucks auf das Gasvolumen berücksichtigt. Mit diesen Angaben lässt sich ganz einfach Ihr jährlicher Wärmebedarf anhand folgender Formel berechnen:

Gasverbrauch (in m³) x Brennwert x Zustandszahl = Wärmebedarf (in kWh)

Wärmebedarf anhand des Heizölbedarfs berechnen

Sofern Sie bisher über eine Ölheizung verfügen, können Sie ganz einfach darüber Ihren Wärmebedarf berechnen. Dazu müssen Sie lediglich abschätzen, wie viel Heizöl Sie innerhalb eines Jahres verbrauchen. Damit lässt sich durch die Multiplikation mit dem Energieinhalt von 10,4 kWh pro Liter Heizöl einfach Ihr jährlicher Wärmebedarf anhand folgender Formel berechnen:

Heizölverbrauch (in Liter) x 10,4 kWh/Liter = Wärmebedarf (in kWh)

Wärmebedarf anderweitig abschätzen

Können Sie durch keine der oberen beiden Varianten Ihren Wärmebedarf ermitteln, können Sie Ihren Wärmebedarf auch anhand von Vergleichswerten abschätzen. Eine Abschätzung anhand von Vergleichswerten kann zur Einschätzung sinnvoll sein und herangezogen werden.

Der daraus zu errechnende Wärmebedarf ist von mehreren Faktoren abhängig. Wichtig ist dabei, dass alle Faktoren berücksichtigt werden. Zu berücksichtigen sind folgende Faktoren:

  • Anzahl der Personen im Haushalt
  • Gebäudetyp
  • Wohnfläche

Alle diese Faktoren berücksichtigen wir in unserem Wärmebedarfsrechner. Diesen abschätzenden Ansatz können Sie im Wärmebedarfsrechner bei Raumwärmebedarf unter „Wärmebedarf mithilfe unseres Wärmebedarfsrechners abschätzen“ finden. Nutzen Sie ihn gerne und schätzen Sie damit Ihren Wärmebedarf ab.

Energiebedarf für Warmwasserbereitung

Hier gibt es einiges zu beachten!

Wählen Sie aus einem der drei Arten der Warmwasserbereitung aus und lesen Sie nach, wie Sie in dem jeweiligen Fall den Energiebedarf für die Warmwasserbereitung herausfinden können!

Sie erzeugen Ihr Warmwasser aktuell über Durchlauferhitzer?

Dann gilt folgende Ansetzung für Sie:

In diesem Fall findet sich Ihr jährlicher Energieverbrauch des Warmwassers nicht in der Heizkostenabrechnung, sondern in der Stromabrechnung wieder. Hierbei ist es dann nicht ohne weiteres möglich, den Energiebedarf für Warmwasserbereitung von dem restlichen Haushaltsstrom zu trennen. Sie sollten aber eine weitestgehende Trennung in Ihren Angaben im Formular vornehmen, damit wir die Auswertung möglichst genau vornehmen können. Dies ist daher wichtig, weil sich die Verbrauchsmuster von Haushaltsstrom und Wärmebedarf unterscheiden. Gerade dann, wenn Sie gedenken, sich eine Wärmepumpe anzuschaffen, sollten die Energiebedarfe möglichst genau separiert werden. Hier hat der von der Temperatur abhängige COP-Wert der Wärmepumpe einen maßgeblichen Einfluss auf den tatsächlichen Energiebedarf für die Warmwasserbereitung.

Um Ihren Energiebedarf für Warmwasserbereitung aus Ihrer Stromabrechnung zu separieren, gehen Sie bitte wie folgt vor:

Zunächst muss bestimmt werden, wie hoch Ihr Warmwasserbedarf pro Tag ist. Hierzu machen wir von einem Richtwert gebrauch:

  • 20 – 40 Liter Warmwasserbedarf in sparsamen Haushalten
  • 40 – 50 Liter Warmwasserbedarf in durchschnittlichen Haushalten
  • 50 – 70 Liter Warmwasserbedarf in Haushalten mit hohem Bedarf


Anhand dieses Richtwerts können Sie abschätzen, wie hoch Ihr  Warmwasserbedarf in etwa sein dürfte. In dem Richtwert sind alle Verbräuche von Duschen, Baden und Händewaschen bis zu erwärmtem Wasser fürs Abspülen oder Kochen enthalten.

Diesen Richtwert stellen Sie für jede Person im Haushalt einzeln auf und addieren die Werte anschließend zusammen. Dann multiplizieren Sie den Wert mit 365 entsprechend der Anzahl Tage im Jahr.

Summe aller Warmwasserbedarfe pro Person und Tag (in Liter)  x  365  =  Warmwasserbedarf im Jahr (in Liter)

Des Weiteren benötigen Sie die Temperaturdifferenz zwischen dem Leitungswasser und der Temperatur, auf die das Wasser erwärmt werden soll. Hier gilt als Richtwert, dass das Leitungswasser im Jahresmittel etwa 15°C hält. Die Temperatur, auf die das Wasser erwärmt werden soll liegt bei Nutzung von Durchlauferhitzern bei ca. 40°C. Entsprechend ergibt sich daraus eine Temperaturdifferenz von 25°C.

Zuletzt benötigen Sie noch die spezifische Wärmespeicherfähigkeit von Wasser mit einer Konstante von c = 0,001163 kWh/kg*K und die Effizienz des Durchlauferhitzers. Hier gilt, dass Gas-Durchlauferhitzer einen Wirkungsgrad von bis zu 80 % aufweisen, während elektronische auf einen Wirkungsgrad von ca. 95 % kommen.

Damit ergibt sich folgende Formel:

Warmwasserbedarf im Jahr  x  25°C  x  0,001163  x  Wirkungsgrad/100  =  Wärmebedarf (in kWh)

Sie erzeugen Ihr Warmwasser aktuell über eine Heizungsanlage (Zentralheizung) und haben dabei einen separaten Warmwasserzähler?

Dann ist die Ansetzung sehr einfach und wie folgt vorzunehmen:

In diesem Fall können Sie ganz einfach den separten Bedarf für Warmwasserbereitung an Ihrem letzen Zählerstand ablesen oder in Ihrer Heizkostenrechnung nachsehen. Diesen Energiebedarf für die Warmwasserbereitung sollten Sie im Formular unbedingt separat vom Energiebedarf für die Raumwärme angeben. Dies ist daher wichtig, weil sich die Verbrauchsmuster des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasserbereitung unterscheiden. Gerade dann, wenn Sie gedenken, sich eine Wärmepumpe anzuschaffen, sollten die Energiebedarfe möglichst genau separiert werden. Hier hat der von der Temperatur abhängige COP-Wert der Wärmepumpe einen maßgeblichen Einfluss auf den tatsächlichen Energiebedarf für die Warmwasserbereitung. Dieser liegt entgegen des Energiebedarfs für die Heizung auch über den Sommer hindurch vor und profitiert damit von höheren COP-Werten.

Ihr Zählerstand misst in der Regel Ihr verbrauchtes Warmwasser in Kubikmetern (m³). Sofern Sie eine Gasheizung besitzen, können Sie diesen Wert einfach mit einem Richtwert von 13 m³ Gas pro m³ Warmwasser multiplizieren. Schon wissen Sie, wie viel Anteil an Ihrem gesamten Gasverbrauch auf Ihren Warmwasserbedarf entfallen. Diese Kubikmeter an Gas multiplizieren Sie mit der Zustandszahl und dem Brennwert Ihrer Gasheizung (stehen auf Ihrer Gasrechnung, zum Nachlesen siehe obigen Abschnitt „Wärmebedarf anhand des Heizölbedarfs berechnen“). Daraus ergibt sich Ihr Warmwasserbedarf in kWh.

Warmwasserbedarf (in m³) x 13 x Brennwert x Zustandszahl = Warmwasserbedarfbedarf (in kWh)

Sie erzeugen Ihr Warmwasser aktuell über eine Heizungsanlage (Zentralheizung), haben dabei aber keinen separaten Warmwasserzähler?

Dann gilt folgende Ansetzung für Sie:

In diesem Fall findet sich Ihr jährlicher Energieverbrauch des Warmwassers in der Heizkostenabrechnung wieder, ist aber zusammen mit dem Energiebedarf für die Heizung erfasst. Sie sollten hier aber eine weitestgehende Trennung in Ihren Angaben im Formular vornehmen, damit wir die Auswertung möglichst genau vornehmen können. Dies ist daher wichtig, weil sich die Verbrauchsmuster des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasserbereitung unterscheiden. Gerade dann, wenn Sie gedenken, sich eine Wärmepumpe anzuschaffen, sollten die Energiebedarfe möglichst genau separiert werden. Hier hat der von der Temperatur abhängige COP-Wert der Wärmepumpe einen maßgeblichen Einfluss auf den tatsächlichen Energiebedarf für die Warmwasserbereitung. Dieser liegt entgegen des Energiebedarfs für die Heizung auch über den Sommer hindurch vor und profitiert damit von höheren COP-Werten.

Um Ihren Energiebedarf für Warmwasserbereitung aus Ihrem Energiebedarf der gesamten Heizungsanlage zu separieren, gehen Sie bitte wie folgt vor:

Zunächst muss bestimmt werden, wie hoch Ihr Warmwasserbedarf pro Tag ist. Hierzu machen wir von einem Richtwert gebrauch:

  • 20 – 40 Liter Warmwasserbedarf in sparsamen Haushalten
  • 40 – 50 Liter Warmwasserbedarf in durchschnittlichen Haushalten
  • 50 – 70 Liter Warmwasserbedarf in Haushalten mit hohem Bedarf


Anhand dieses Richtwerts können Sie abschätzen, wie hoch Ihr  Warmwasserbedarf in etwa sein dürfte. In dem Richtwert sind alle Verbräuche von Duschen, Baden und Händewaschen bis zu erwärmtem Wasser fürs Abspülen oder Kochen enthalten.

Diesen Richtwert stellen Sie für jede Person im Haushalt einzeln auf und addieren die Werte anschließend zusammen. Dann multiplizieren Sie den Wert mit 365 entsprechend der Anzahl Tage im Jahr.

Summe aller Warmwasserbedarfe pro Person und Tag (in Liter)  x  365  =  Warmwasserbedarf im Jahr (in Liter)

Des Weiteren benötigen Sie die Temperaturdifferenz zwischen dem Leitungswasser und der Temperatur, auf die das Wasser erwärmt werden soll. Hier gilt als Richtwert, dass das Leitungswasser im Jahresmittel etwa 15°C hält. Die Temperatur, auf die das Wasser erwärmt werden muss, liegt bei Nutzung von Zentralheizungen zur Vermeidung von Legionellenbildung bei ca. 60°C für den Warmwassererspeicher. Entsprechend ergibt sich daraus eine Temperaturdifferenz von 45°C.

Zuletzt benötigen Sie einen Faktor, der auf 0,0025 angesetzt wird. Dieser Faktor berücksichtigt die spezifische Wärmespeicherfähigkeit von Wasser (cp = 1,163 Wh/kg*K) und einen Wirkungsgrad von etwa 46 Prozent, der bei einer zentralen Warmwasserbereitung üblich ist. Durch Division der Konstante cp und dem Wirkungsgrad ergibt sich entsprechend der Faktor von rund 0,0025, welcher in der Heizkostenverordnung festgelegt ist.

Damit ergibt sich folgende Formel:

Warmwasserbedarf im Jahr  x  45°C  x 0,0025  =  Wärmebedarf (in kWh)