PV-Einspeisevergütungsrechner

Einspeisevergütung, Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit berechnen

Mit unserem Einspeisevergütungsrechner berechnest du, wie sich eine neue oder bestehende Photovoltaikanlage unter verschiedenen Vergütungsbedingungen wirtschaftlich auswirken kann. Der Rechner berücksichtigt dabei nicht nur die eingespeiste Strommenge und die geltende EEG-Vergütung, sondern auch deinen Eigenverbrauch, deinen Strombedarf, mögliche Batteriespeicher sowie zusätzliche Verbraucher wie Wärmepumpe und Elektroauto.

Anders als einfache Pauschalrechner führt der Einspeisevergütungsrechner eine detaillierte Simulation in 15-Minuten-Schritten durch. Dadurch werden die zeitlichen Unterschiede zwischen PV-Erzeugung und Stromverbrauch realitätsnah berücksichtigt. Die Berechnung basiert auf Wetter- und Strommarktdaten des Jahres 2025 und vergleicht verschiedene gesetzliche und technische Vergütungsfälle miteinander.

Jetzt Einspeisevergütung und Wirtschaftlichkeit deiner PV-Anlage berechnen

Gib einfach deine Daten ein und berechne in wenigen Schritten:

  • den voraussichtlichen Jahresertrag deiner PV-Anlage,
  • deinen möglichen Eigenverbrauch sowie deinen Autarkiegrad,
  • den verbleibenden PV-Überschuss,
  • die zu erwartenden Einspeiseerlöse,
  • die Amortisationszeit und die Rendite,
  • den Gewinn über den Betrachtungszeitraum,
  • sowie die Auswirkungen unterschiedlicher Vergütungsregelungen.

Welche Angaben in die Berechnung einfließen

Der Einspeisevergütungsrechner bewertet Ertrag, Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit unter Berücksichtigung folgender Angaben:

  • dein Standort,
  • die geplante PV-Leistung, 
  • die Ausrichtung und Neigung der Solarmodule,
  • die Leistungsgrenze des Wechselrichters,
  • dein Haushaltsstrombedarf und dein typisches Verbrauchsverhalten,
  • ein optionaler Batteriespeicher,
  • eine Wärmepumpe und ein E-Auto,
  • die Investitions- und laufenden Betriebskosten,
  • dein Stromtarif (Festpreis oder dynamischer Stromtarif).

Es können bis zu vier getrennte PV-Anlagen angelegt und gemeinsam betrachtet werden. Dabei unterscheidet der Rechner zwischen Bestandsanlagen und Neuanlagen. Bestehende Anlagen werden bei der Deckung des Stromverbrauchs berücksichtigt, während die Investitionskosten und die Wirtschaftlichkeit gezielt für die neu geplanten Anlagen ausgewertet werden.

Automatische Ermittlung der EEG-Vergütung

Auf Grundlage des angegebenen Inbetriebnahmedatums und der installierten Leistung kann der Rechner den voraussichtlich anzusetzenden EEG-Vergütungssatz automatisch bestimmen.

Dabei werden die hinterlegten Leistungsstufen und die halbjährliche Degression der Einspeisevergütung berücksichtigt. Alternativ kannst du einen individuellen Vergütungssatz manuell eintragen.

Die automatische Berechnung dient der Orientierung. Da sich gesetzliche Vorgaben ändern können und einzelne Anlagenkonstellationen gesondert bewertet werden müssen, sollte der endgültige Vergütungsanspruch zusätzlich mit dem zuständigen Netzbetreiber geprüft werden.

Festen und dynamischen Stromtarif vergleichen

Neben einem klassischen Festpreistarif kann auch ein dynamischer Stromtarif untersucht werden. Für den dynamischen Tarif verwendet der Rechner zeitlich aufgelöste Börsenstrompreise des Jahres 2025 und ergänzt diese um die von dir angegebenen festen Preisbestandteile.

Die Auswertung zeigt unter anderem:

  • den durchschnittlichen dynamischen Strompreis,
  • die monatlichen Strombezugskosten,
  • den Vergleich mit einem festen Arbeitspreis,
  • sowie die Tageszeiten, in denen der dynamische Tarif besonders häufig günstiger oder teurer war.

Damit kannst du prüfen, welchen Einfluss dein Verbrauchsprofil, deine PV-Anlage und ein Batteriespeicher auf die Kosten eines dynamischen Stromtarifs haben können.

Für wen sich der Rechner besonders lohnt

Der Einspeisevergütungsrechner ist besonders hilfreich, wenn du:

  • die Wirtschaftlichkeit einer neuen PV-Anlage prüfen möchtest,
  • die Auswirkungen negativer Börsenstrompreise bewerten möchtest,
  • einen festen mit einem dynamischen Stromtarif vergleichen willst,
  • unterschiedliche EEG- und Vergütungsfälle nachvollziehen möchtest.
  • verschiedene Anlagengrößen oder Ausrichtungen vergleichen willst,
  • oder die Wirtschaftlichkeit bei Anschaffung einer Wärmepumpe oder eines E-Autos berechnen möchtest.
15-Minuten-Simulation · EEG · Eigenverbrauch · Rendite

Einspeisevergütungsrechner

Bestands- und Neuanlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpe, E‑Auto, dynamischer Stromtarif und vier Vergütungsfälle in einer gemeinsamen Wirtschaftlichkeitsanalyse.

Standort und Betrachtung

Wetterdaten, Betrachtungszeitraum und Inbetriebnahme.

PV-Anlagen

Bis zu vier getrennte Bestands- oder Neuanlagen.

Priorität: Bestandsanlagen decken den Verbrauch zuerst. Nur Neuanlagen und deren Kosten fließen in die Wirtschaftlichkeit ein.
Noch keine PV-Anlage angelegt.Fügen Sie oben rechts eine Anlage hinzu.

Energiebedarf und Verbraucher

Verbraucher sind klar getrennt und einzeln zuschaltbar.

Haushalt

Grundlast und typische Tagesverteilung.

immer aktiv

E‑Auto und Wallbox

Das Fahrzeug beginnt täglich zum ausgewählten Ladebeginn und lädt mit der eingestellten Wallbox-Leistung, bis der rechnerisch angesetzte tägliche Fahrstrombedarf gedeckt ist.

Modellannahme: Der aus Jahresfahrleistung und Fahrzeugverbrauch ermittelte Fahrstrombedarf wird gleichmäßig auf 365 Tage verteilt. Das E‑Auto lädt jeden Tag ab dem ausgewählten Ladebeginn mit konstanter eingestellter Ladeleistung, bis der tägliche Energiebedarf gedeckt ist. Der Ladevorgang kann dabei über Mitternacht hinausreichen.

Wärmepumpe

Temperaturabhängiger Heizstrom und Warmwasser; bei vorhandener Wärmepumpe wird die technische Steuerbarkeit automatisch angenommen.

Batteriespeicher

Technische Parameter und Kosten in einem Block, visuell getrennt. Die Steuerbarkeit wird bei vorhandenem Speicher automatisch angenommen.

Energie und Betrieb

Speicherdispatch in jedem 15-Minuten-Schritt.

Kosten

Investition, Betrieb und möglicher Ersatz.

EEG-Vergütung

Automatische EEG-Berechnung oder manueller Satz.

Hinweis zur automatischen Tarifermittlung: Der zum Inbetriebnahmedatum passende Ausgangssatz wird aus der hinterlegten Vergütungsart und den Leistungsstufen bestimmt und ab Februar 2024 halbjährlich mit 1 % fortgeschrieben. Die Berechnung ist bis Ende 2040 implementiert. Mögliche Gesetzesänderungen ab 2026 sind nicht zwingend bereits berücksichtigt und müssen in der Anwendung aktualisiert werden.

Kosten und Finanzparameter

Investitions-, Betriebs-, Tarif- und Messkosten in einem gemeinsamen Eingabeblock.

Stromtarif

Tarifmodell wählen; die passenden Eingaben und bei dynamischem Tarif das Jahresprofil erscheinen darunter.

Dynamischer Strompreis 2025 in Stundenauflösung

8.760 Stundenwerte des berechneten Endkundenpreises; Viertelstundenwerte werden stündlich gemittelt.

Jahresdurchschnitt: –
ERGEBNIS 1

Energieverbräuche und Versorgung

Jahresbilanz im Referenzfall „Volle Vergütung“.

ERGEBNIS 2

Vergütungsfälle im Vergleich

Alle Fälle nebeneinander; Werte beziehen sich auf den gewählten Betrachtungszeitraum.

AUTOMATISCHE EINORDNUNG

Mess-, Steuer- und Vergütungsstatus

ERGEBNIS 3

Dynamischer Stromtarif im Vergleich

Preisniveau, Bezugszeitpunkte und Kostenvergleich mit dem eingetragenen Festpreistarif.

Monatliche Bezugskosten

Dynamischer Tarif gegenüber einem Festpreis mit dem eingetragenen Arbeitspreis.

Günstigere und teurere Zeiten nach Tagesstunde

Anteil der Viertelstunden je Tagesstunde, in denen der dynamische Preis unter bzw. über dem Festpreis lag.

Tagesertragsprofil

Erzeugung, Last und vergütete Einspeisung

Beste Saisontage oder ein frei gewählter Tag des Jahres 2025.

Kurven können direkt durch Klick auf die Legende ein- und ausgeblendet werden. Zeiträume mit negativem Börsenstrompreis werden rot hinterlegt. Die rechte Achse zeigt den Börsenstrompreis.

Energiebedarfe

Deckung des Strombedarfs

Verwendung der PV-Erzeugung

Erklärungen und Modellgrenzen

Rendite und Amortisation

Rendite: durchschnittlicher jährlicher nominaler Überschuss aus vermiedenem Strombezug und Einspeiseerlösen nach laufenden Kosten, bezogen auf die Anfangsinvestition. Amortisation: Zeitpunkt, zu dem die kumulierten nominalen Rückflüsse die Anfangsinvestition erreicht haben. „Nominal“ bedeutet, dass die künftigen Zahlungsströme nicht auf den heutigen Wert abgezinst werden; Preissteigerung, Degradation und laufende Kosten werden dennoch jahresweise berücksichtigt. Die Rendite ist eine vereinfachte Wirtschaftlichkeitskennzahl und kein interner Zinsfuß.

Eigenverbrauch, Autarkie und Überschuss

Die Eigenverbrauchsquote beschreibt den Anteil der PV-Erzeugung, der direkt oder über den Speicher selbst genutzt wird. Der Autarkiegrad beschreibt den Anteil des gesamten Strombedarfs, der durch PV und Batteriespeicher gedeckt wird. Der potenzielle Überschuss ist die gesamte Energie, die vor regulatorischer Abregelung in das Netz eingespeist werden könnte.

EEG-Degression bis 2040

Bei automatischer Tarifermittlung wird der zum Inbetriebnahmedatum passende Ausgangssatz aus den hinterlegten Leistungsstufen bestimmt und ab Februar 2024 halbjährlich mit 1 % fortgeschrieben. Die Berechnung ist bis Ende 2040 implementiert. Mögliche Gesetzesänderungen ab 2026 oder spätere Anpassungen der Vergütungssystematik sind nicht zwingend bereits berücksichtigt und müssen bei Bedarf in der Anwendung aktualisiert werden.

60-%-Begrenzung und negative Börsenpreise

Die Vergleichsfälle weisen die nicht vergütete Energiemenge gemeinsam aus. Bei der 60-%-Variante entsteht sie durch technische Abregelung; beim Negativpreisfall wird die Energie eingespeist, aber in den betroffenen Viertelstunden nicht vergütet. Die Referenzvariante zeigt die volle Vergütung ohne diese Einschränkungen.

Hinweis zur automatischen iMSys-Prüfung

Die Prüfung ist bewusst konservativ. Verbrauch über 6.000 kWh/a, RLM, steuerbare Verbrauchseinrichtungen und relevante Erzeugungsleistung über 7 kW können einen Pflichteinbaufall auslösen. Vertrags-, Anschluss- und Übergangskonstellationen müssen im Einzelfall durch Messstellen- und Netzbetreiber geprüft werden.

E‑Auto-Ladeprofil

Das E‑Auto wird als regelmäßig wiederkehrender Verbraucher modelliert. Der tägliche Fahrstrombedarf ergibt sich aus Jahresfahrleistung und Fahrzeugverbrauch. Ab dem ausgewählten Ladebeginn lädt das Fahrzeug mit der eingestellten Ladeleistung, bis dieser Bedarf gedeckt ist. Allgemeine Hintergründe zur zeitlichen Verschiebung elektrischer Lasten: Lastverschiebung bei Entarkon.

Wärmepumpenmodell und Heizkurve

Der Raumwärmebedarf wird anhand der viertelstündlichen Außentemperatur verteilt. Die Heizungsart legt die Heizkurvenneigung fest: 0,6 für Fußbodenheizung, 1,2 für Neubau-Radiatoren und 1,6 für Altbau-Radiatoren. Daraus wird die jeweilige Vorlauftemperatur berechnet. Der COP wird über ein gütegradkorrigiertes Carnot-Modell aus Wärmequellen- und Vorlauftemperatur bestimmt. Warmwasser wird unabhängig davon mit 60 °C angesetzt. Das Modell ist physikalisch begründet, ersetzt aber keine herstellerspezifischen Kennfelder oder eine Heizlastberechnung.

Haftungs- und Planungshinweis

Die Anwendung dient der unverbindlichen Vorplanung. Sie ersetzt weder eine technische Auslegung noch steuerliche, rechtliche oder energiewirtschaftliche Beratung. Wetterjahr, Lastprofile, Batteriebetrieb und zukünftige Preisentwicklung sind Modellannahmen.